Weinlese im Tal der roten Trauben.

Ein Gastbeitrag von Herrn Klitzeklein.

Wie kommt man dazu bei der Weinlese zu helfen, obwohl man selber weder Verwandschaft, noch Freunde oder Bekannte in irgendwelchen Weingütern hat?

Rückblick
Wir schreiben das Jahr 2008.
Signora und Signor Cappellacci fragen uns, ob wir nicht Lust haben gemeinsam mit ihnen, am Nikolaus-Wochenende, an die Ahr zu fahren um es uns auf den dortigen Weihnachtsmärkten ein wenig gut gehen zu lassen.

Signor Cappellacci´s Tante empfiehlt uns das kleine Weindorf Dernau an der Ahr.

Dort übernachten wir und erkunden die umliegenden Weihnachtsmärkte. Irgendwann an diesem besagten Wochenende fällt uns ein Flyer in die Hände, auf dem mit großen Lettern geschrieben steht: “Mit allen Sinnen auf dem Rhein – erleben Sie eine Schlemmerreise auf der MS Schloss Ahrenfels!” Damit hatten wir also schon unser nächstes Ziel vor Augen.

Februar 2009.
An einem kalten nebligen Sonntagmorgen machen sich vier leicht verschlafene, jedoch voller Vorfreude vorangetriebene Freunde auf den Weg nach Bad Breisig. Um dort an dem SchlAhrVino-Event “Mit allen Sinnen auf dem Rhein” teilzunehmen. Dabei handelt es sich um eine kulinarische Schlemmerreise auf der MS Schloss Ahrenfels. Das 11!-Gänge-Menü wird von Jean-Marie Dumaine und seinem Team aus dem “Vieux Sinzig” zubereitet, wobei jeder Jungwinzer von der Ahr für einen bestimmten Gang einen Wein stellt. Zum Hauptgang “Eifeler Milchkalb” wird ein ganz besonders leckerer Rotwein serviert, der 2006er Nova (Spätburgunder im Barrique ausgebaut) vom Weingut Gebrüder Bertram aus Dernau.

Dieser Wein ist es letztendlich schuld, das ich wissen will wie die Traube in die Flasche kommt.

Dezember 2009.
Wie Signora Cappellacci immer so schön sagt “Was einmal war ist Tradition!”.
So sind wir wieder am Start zu den Weihnachtsmärkten an der Ahr. Auf dem Weg zum Lucia-Markt nach Rech fahren wir in Dernau vorbei und halten kurz beim Weingut Gebrüder Bertram an um zu eruieren, ob wir dort abends essen können. Signor Cappellacci steigt aus dem Auto aus, geht zur handgeschriebenen Tafel am Eingang des Weingutes, hält kurz inne und kommt dann wild fuchtelnd auf uns zu gelaufen um völlig aufgelöst darüber zu berichten was er gerade eben gelesen hat. “WURSTSUPPE, es gibt WURSTSUPPE!!!”
Wir drei Verbliebenen im Auto schauen uns fragend an und freuen uns mit ihm mit, man kann gar nicht anders (ohne überhaupt zu wissen was sich hinter Wurstsuppe verbirgt). Zur Wurstsuppe kommt dann noch hinzu, das sogar gerade Schlachtfest ist und es deshalb allerhand Leckereien gibt.

Also essen wir abends bei den Gebrüdern Bertram und melden uns direkt für Sonntagmorgen zur Weinprobe an.
Bei der Weinprobe erzählen wir dann, das wir dieses Jahr auf der MS Schloss Ahrenfels mitgefahren sind und so begeistert von dem Nova waren. So kommen wir dann ins Gespräch und ich erzähle Markus Bertram von meinem Wunsch einmal bei der Weinlese helfen zu wollen und mal hinter die Kulissen eines Weinguts schauen zu dürfen. Ich glaube zu diesem Zeitpunkt ist Markus noch sehr skeptisch, ob ich das wirklich ernst meine. Wahrscheinlich denkt er, der Wein würde aus mir sprechen.

Nach der Weinprobe entschliessen wir uns noch zum Essen zu bleiben und bestellen uns Schnitzel nach Wiener Art, der Beginn einer großen Liebe.

Von diesem Wochenende an besuchen wir die Gebrüder Bertram in regelmäßigen Abständen, um in den Genuß des Schnitzels und des leckeren Weines zu kommen. Immer wieder erwähne ich meinen waghalsigen Wunsch Lesehelfer zu sein. Irgendwann im Laufe des Jahres scheint es so, als habe Markus gemerkt das es doch nicht nur der Wein war der aus mir sprach, sondern das ich wirklich bei der Weinlese helfen möchte. So kommt es, das Signor Cappellacci und ich im September 2010 von den Gebrüdern Bertram eingeladen werden und mein Traum endlich wahr wird.

September 2010
Um 06:00Uhr klingelt der Wecker, der Gedanke “Was habe ich mir da nur angetan?” huscht kurz durch meinen Kopf. Ich gehe duschen und ziehe mich an. 06:30Uhr es klingelt an der Tür. Signor Cappellacci steht dort und schaut mich ein wenig vorwurfsvoll an. Er spricht es zwar nicht aus, aber ich denke er fragt sich gerade auch was er sich bzw. ich ihm da angetan habe. Da es allerdings kein zurück mehr gibt steigen wir ins Auto und fahren nach Dernau.

07:30Uhr Ankunft. Wir parken unser Auto und gehen Richtung Weingut, wo uns schon eine nette junge Frau erwartet. Es handelt sich um Britta, sie begrüsst uns völlig stürmisch und fragt uns ob wir schon von der gestrigen Sensation gehört haben. “Mandy ist gestern zur deutschen Weinkönigin 2010 gewählt worden!”. Sie erzählt es uns mit einer Euphorie, die wir wohl nur benutzen würden, wenn der 1.FC Köln Deutscher Meister werden würde. Wir schauen uns verwundert an und täuschen ein wenig Interesse vor, noch nicht ahnend was uns Sonntag Abend erwarten wird.

Nachdem alle Lesehelfer eingetroffen sind verteilen wir uns auf die Autos und fahren durch die Nebelschwaden in den ersten Weinberg. Oben auf dem Berg angekommen, werden wir mit einem wunderschönen Blick belohnt. Das ganze Tal verschwindet noch im Nebel und wir sind oberhalb der Schwaden im Sonnenschein samt strahlend blauem Himmel.

Nun wird es Ernst, die Einweisung beginnt.
Britta erklärt uns nun wie wir vorzugehen haben. Sie gibt uns unsere Winzerscheren und jedem von uns zwei rote Kisten. Gemeinsam mit ihr stehen wir nun im Weinberg und sie zeigt uns an der Spätburgunder-Traube (welche wir heute größtenteils lesen) worauf wir achten müssen.
“Man liest nicht blind alle Trauben, sondern trifft schon im Weinberg eine Auswahl. Es dürfen nur die reifen Trauben gelesen werden, zu erkennen an der matten Oberfläche. Auf gar keinen Fall die Glänzenden, diese sind nämlich noch viel zu sauer. Auch auf die Beeren innerhalb der Traube müsst ihr achten.
Faule, beschädigte und schimmelige Stellen müssen herausgeschnitten werden, weil diese Essigsäure beinhalten können.”

Sie gibt uns auch noch die Warnung mit auf den Weg “Das was ihr im Weinberg falsch macht, kann man im Weinkeller nur noch bedingt bis gar nicht mehr korrigieren!”. Spätestens jetzt sind wir bis in die Haarspitzen motiviert. Wir sind also nicht nur kostenlose Lesehelfer die man ausbeuten kann, sondern wir sind hier im Weinberg maßgeblich daran beteiligt, das aus dem Jahrgang 2010 ein guter oder schlechter Tropfen wird.
Wir lesen nun oben angefangen den Berg hinunter. Es ist so steil das ich mit meinen Reebok-Turnschuhen kaum halt auf dem Schiefer finde und immer wieder mehrere Meter hinabrutsche.
Wer hatte eigentlich die grandiose Idee Turnschuhe im Weinberg anzuziehen?

20 Minuten später höre ich einen Hilfeschrei von Signor Cappellacci, gefolgt von der Frage ob Pflaster im Auto sind. Spätestens jetzt fragen sich die Gebrüder Bertram ob es wirklich eine so gute Idee war uns beide mit in den Berg zu nehmen. Der eine rutscht mit seinen Turnschuhen immer ab und der andere verletzt sich selber schwer. Nach erfolgter medizinischer Versorgung kann es aber weiter gehen.

Nachdem unsere ersten Kisten voll sind fragen wir Britta “Was nun? Etwa wieder den Berg hoch?”.

Sie beruhigt uns, wir können die Kisten im nächsten Durchgang stehen lassen und uns neue nehmen, die dort auch schon auf uns warten. Die vollen werden später mit Hilfe eines Schlitten und der Seilwinde am Traktor den Berg wieder hochgezogen.
Nach 2,5 Stunden ist der erste Berg gelesen und wir am Ende unserer Kräfte. Hatte ich mir das nicht alles irgendwie romantischer vorgestellt?
Zur Belohnung erwartet uns nun ein Frühstück am Fuße des Berges, welches so gut schmeckt wie noch kein Frühstück zuvor. Die Romantik ist zurückgekehrt.

Nach dem Frühstück geht es in den nächsten Berg und so langsam stellen wir uns auch gar nicht mehr so ungeschickt an. Die Stunden verrinnen und es ist noch viel schöner als ich es mir vorgestellt habe. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite und wir haben 25°C und keine einzige Wolke am Himmel.

Um 17:00Uhr ist der erste Tag vorbei und wir fahren gemeinsam mit unseren Trauben zurück ins Tal. Dort angekommen kommen die Spätburgunder-Trauben in die Abbeermaschine zum Entrappen (Trennen der Beeren von den Stielen). Anschließend werden die Trauben in die Maischebehälter gepumpt um dort eingemaischt zu werden.
Nun kann auch schon die Qualität der gelesenen Trauben überprüft werden. Dazu messen wir den Öchslegrad der Trauben, dieser gibt den Zuckergehalt der Beeren an. Je höher desto besser. Unsere Lese hat einen Öchslegrad von 88°, nicht schlecht für die Lagen die wir gelesen haben wie uns Markus sagt. Signor Cappellacci und ich strahlen um die Wette.
Einmaischen bedeutet das Zerreißen und Aufbrechen der Beerenhäute, das Freisetzen des Traubensaftes sowie das Mischen der festen und flüssigen Bestandteile der Trauben. Die Gärung findet dann entweder von selber oder unter zu Zuhilfenahme von Hefe statt. Nach der Gärung (Dauer mehrere Wochen) erfolgt die Pressung (Filterung) wobei die Maische in eine feste und eine flüssige Phase getrennt wird. Der vergorene Wein wird dann im Keller in Fässern oder Tanks ausgebaut.
Mensch, richtig was gelernt.

Den Abend lassen wir im Weinkeller gemeinsam mit Markus bei einer Fassprobe ausklingen. Währenddessen erklärt er uns wie unser selbstgelesener Wein später mal im Barrique-Fass ausgebaut wird.

Am nächsten Morgen sind wir um 07:00Uhr zum Frühstück verabredet. Signor Cappellacci und ich denken aber gar nicht daran aufzustehen. Zu sehr steckt uns der gestrige Tag noch in den Knochen. Nachdem Britta freundlich aber bestimmt an unsere Tür klopft und uns ein Ultimatum setzt, stehen wir doch auf. Wobei ich mich direkt wieder flach lege, weil meine rechte Wade noch außer Betrieb ist. Nach kurzer Katzenwäsche befinden wir uns auch schon wieder im Weinberg.

Dieses mal allerdings in nicht ganz so steilen Lagen, was uns sehr erfreut. Nach dem ersten Berg wird wieder gefrühstückt und wir kehren zu alter Stärke zurück. Während des Frühstücks erzählt uns Britta das Mandy heute Abend von der Wahl zur deutschen Weinkönigin zurückkehrt und das wir herzlich eingeladen sind sie willkommen zu heissen. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sagen zu.
Nun geht es wieder in die nächsten Weinberge wo wir neben Spätburgunder auch Riesling, Frühburgunder und Portugieser-Trauben lesen.

Nach getaner Arbeit bringen wir unsere Trauben wieder zurück ins Tal. Dort angekommen trifft uns der Schlag. Aus dem verschlafenen Weindorf Dernau hat sich ein Mandy-Welcome-Back-Dorf verwandelt. Ganz Dernau ist auf den Strassen, überall hängen Fahnen und Banner mit Mandybildern, Mandysprüchen (wie “Wir sind Weinkönigin”) usw. Alle Winzer aus Dernau haben Wein gesponsert und es darf kostenlos angestoßen werden.
Signora Cappellacci und Frau Klitzeklein sind mittlerweile auch eingetroffen und wir erzählen ihnen mit leuchtenden Augen von unseren Heldentaten im Weinberg. Wir feiern noch bis spät in den Abend hinein, gemeinsam mit unseren neuen Freunden aus Dernau, die Heimkehr Mandys.
Je später es wird, desto trauriger werden wir, soll das Wochenende etwa schon vorbei sein? Die Gebrüder Bertram trösten uns jedoch mit den Worten “Ihr dürft jederzeit wieder bei der Weinlese helfen!”.

Und um Signora Cappellacci nochmals zu zitieren
“Was einmal war ist TRADITION!”

Und so sind wir auch wieder 2011 im Weinberg zu finden und helfen bei der Weinlese in Dernau.

Mittlerweile haben wir sogar schon unsere ersten selbstgelesenen Weine getrunken und wer weiß vielleicht sogar auch Du.

Fotos_Herr Klitzeklein

Piemont

ein klitzekleiner Reiseführer.

Beste Reisezeit April

Zutaten

4 Freunde mit einer gut funktionierenden Leber
1 Volvo mit großem Kofferraum
wenig Reisegepäck, Anmerkung der Redaktion: “Nur ein Paar Schuhe!”

Am Abend vor Reisebeginn Picanha grillen und mit einem Frühburgunder vom Weingut Peter Kriechel die bevorstehende Reise einläuten.

Um 23:00 Uhr spätestens! ins Bett.
Den Wecker für 03:30 Uhr stellen und den Motor des Volvos um Punkt 04:00 Uhr starten. Frankreich ansteuern und den Sonnenaufgang bewundern.

Dort wartet das weltbeste Schoko-Croissant um ca. 08:30 Uhr. So schnell kann man gar nicht auf den Auslöser drücken wie das verputzt ist.

Sich die Laune am San Bernardino Pass/Tunnel nicht durch lange Wartezeiten verderben lassen, sondern zu “Dragostea Din Tei” von O-Zone im Auto abgehen. Welches man nur aus DIESEM Grunde auf seinem IPod gespeichert hat.

Im Aosta-Tal angekommen, eine Pizza essen und den ersten Anflug von Urlaubsgefühl geniessen. Um dieses Gefühl noch zu verstärken, hält man auf dem Weg zur Unterkunft in Castellinaldo immer wieder an, steigt aus und erfreut sich an der Landschaft.

Im “Il Borgo” das Gepäck ausladen, die Zimmer begutachten, für gut befinden und nach Alba düsen. Kurz vor dem Abendessen die erste Flasche Moscato d’Asti in einer netten Bar leeren. Dann zu “Da Ugo” schlendern, der einem ein paar Trüffel mehr auf die Pasta reibt und man nicht einmal im Ansatz mit der Wimper zuckt, wenn die Rechnung kommt.

Denn es ist Urlaub!

Mögliche Ausflugsziele

Weinprobe beim Winzer

Vor Reisebeginn hat man sich natürlich schon ausführlich erkundigt, welche Weingüter interessant sind.

Die Redaktion empfiehlt: Weingut Pace, Weingut Dosio und das Weingut Hilberg Pasquero.

Der Winzer an sich nimmt immer gerne Besuch entgegen. Befindet er sich gerade auf dem Markt, im Weinberg oder beim Mittagessen, sobald der Volvo auf den Hof rollt und er von der Verwandtschaft durch modernste Technik oder durch eine Glocke herbeigerufen wird, steht er parat und führt einen sofort in die heiligen Hallen, den Weinkeller.

Kaum hat man sich versehen wird die erste Flasche entkorkt, eine Packung Grissini aufgerissen oder ein Ziegenkäse in mundgerechte Stücke zerteilt.
Kurze Zeit später hat man ein seeliges Lächeln auf den Lippen.

Die Käserei

Direkt nach einem opulenten Frühstück oder einem Besuch in der Caffé-Bar

ins Auto springen.

Damit man auf dem Weg zur Käserei auch allerhand vom Piemont zu sehen bekommt, wählt man die Landstraße und nicht die Autobahn. Im Vergleich: Autobahn = 1 Stunde zu Landstraße = 3 Stunden.

Angekommen stellt man dann fest das die Käserei aufgrund eines Feiertages geschlossen hat und in dem dazugehörigen Käserestaurant alle Plätze für die nächsten 365 Tage reserviert sind. Dadurch lässt man sich nicht entmutigen, denn allein der Weg dort hin hat sich schon gelohnt.
Nun schnell umdisponieren.
Ab ans Meer, dort ist es ohnehin viel schöner.
Beschleicht einen ein leichtes Hungergefühl – ignorieren!
Jedes Restaurant auf dem Weg zum Meer ist entweder geschlossen oder es ist kein Platz mehr frei. Aber Obacht, dass soll so sein. Am Meer wartet nämlich eine kleine italienische Mamma in ihrem Strandpavillon, die sobald man sich hungrig sein Bäuchlein in kreisenden Bewegungen reibt und den Hundeblick aufsetzt, den Kochlöffel schwingt und die wohl beste Pasta con Pesce zaubert, die man je gegessen hat bzw. essen wird.

Abends geht man an der Promenade spazieren,

lässt alles stehen und liegen,

und rennt in der Ungerbotz ins Meer.

Man lebt nur einmal…

Besuch in Barolo und das Restaurant am Ende des Universums

Taschenmesser einpacken.

Zu einer Reise in den Piemont gehört selbstverständlich auch ein Ausflug nach Barolo. Hier lockt das vielversprechende, jedoch alles schuldig bleibende, ViMu – Museo del Vino. Die 4 x 7 Euro sparen und dafür lieber einen guten Wein kaufen

und sich diesen am Fuße des Castellos mit Salumi und leckerem Käse einverleiben. Hier kommt auch das gute Opinell-Taschenmesser, aus Olivenholz, zum Einsatz. Danach schlendert man noch etwas durch die Gässchen von Barolo.

Bevor man die Reise zum Restaurants am Ende des Universums antritt, macht man einen Abstecher nach Mango.
Dort steht man zum wiederholten Male vor den verschlossenen Türen eines Moscato-Winzers. Hier gibt es keine hilfsbereiten Verwandten und auch keinen Hof auf den man mit seinem Volvo rollen kann. Da man bis zum letzten Tag nicht aufgibt den Winzer doch noch zu erreichen und kläglich scheitert, kauft man sich nun in einer ortsansässigen Vinothek eine Flasche Moscato d’Asti mit einem 300%-igem Aufschlag, um diese auf einem kleinen Hügel mit einer wunderschönen Aussicht geniessen zu können.

Der Keks, der morgens in einer kleinen Bäckerei in Alba gekauft wurde, macht das Glück perfekt.

Jetzt macht es einem auch nichts, wenn mehrere Serpentinen auf und ab und wieder zurück gefahren werden, auf der Suche nach dem Restaurant am Ende des Universums. Dieses erscheint dann urplötzlich aus dem Nichts.

Hier wird eine abnorme Menge und Anzahl an Speisen in kürzester Zeit gereicht. Alles natürlich “Slow-Food”, etwas anderes käme nicht in Frage.

So muss der Himmel sein, Piemont!

Fotos und Artikel_Herr und Frau Klitzeklein