Der Welt köstlichster { Nektarinen-Mandel-Crumble mit Amaretto } und einer Kugel Vanilleeis, wenn du magst.

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Wenn du vom Fußballturnier des Neffen kommst (4. Platz) und dich dort – ganz klassisch – von Bratwurst und Pommes rot-weiß ernährt hast, dann sollte nach dem Eintreffen in den eigenen vier Wänden schleunigst eine Vitaminzufuhr her. Die paar Vitaminchen aus dem Ketchup zählen nicht.

Natürlich befinden sich im Obstkorb genau dann nur noch die obligatorischen Pink Ladys, die man bereits im Frühstücksquark verzehrte, und ein paar ziemlich reife Nektarinen, die man in der Ursprungsform eigentlich nur steinhart mag. Genau wie Abate Fetel.

Da die Feierabendstimmung schon eingekehrt ist und keiner den Drang verspührt den heimischen Supermarkt anzusteuern, bleiben also nicht so viele Möglichkeiten. Es müssen die Nektarinen sein.

Nach einem langen, enttäuschendem Blick in die Vorratsschränke und einem kurzen Blick ins Eisfach, in dem dich eine großen Packung Vanilleeis anlacht, ist klar was fabriziert wird. Mittels ein paar schnellen Handgriffen wird mit wenigen guten Zutaten ein Nachtisch zusammengestellt ohne das der werte Gatte auch nur merkt, daß da gerade etwas in der Küche passiert ist.

Erst als es ganz betörend anfängt im ganzen Haus zu duften wird neugierig um die Ecke geschaut. Und spätestens, als der dir Angetraute dich noch nicht einmal von seinem Tellerchen

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probieren lassen möchte ist klar: ‘Vielleicht schmecken die Nektarinen in dieser Variante gar nicht mal so übel…?’

Nachdem du dich mit einem eigenen Löffel bewaffnet hast und ihn in die große Form voller Crumble bohrst, bist du ÄUßERST gespannt.

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Knusprige, lauwarme Streusel und saftige Obststücke zerschmelzen auf deiner Zunge. Ein buttriges, fruchtiges Aroma mit einem Hauch Amaretto entfaltet sich. Du fragst dich nun zurecht: ‘Wie um alles in der Welt konnte ich nur so lange ohne dieses köstliche, appetitliche, vortreffliche Dessert existieren?!!’.

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Nektarinen-Mandel-Crumble mit Amaretto

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Zutaten für vier Portionen

7-8 reife Nektarinen
1 EL Puderzucker
1 EL Amaretto
120 g Mehl
1/2 TL Backpulver
2 EL Zucker
1 EL Vanilleextrakt
2 EL gemahlene Mandeln
80 g kalte Butter ( & Butter für die Form)

Die Nektarinen waschen, trockenreiben, vierteln und entsteinen. Puderzucker und Amaretto mischen und unter das Obst rühren. Zugedeckt kurz marinieren.

Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl in eine Schüssel sieben. Backpulver, Zucker, Vanilleextrakt und Mandeln untermischen. Die kalte Butter in Würfeln dazu geben. Alles mit den Händen zu Streuseln zerkrümeln.

Eine Gratinform einfetten. Nektarinen samt Saft in die Form geben. Die Streusel darüber verteilen. Crumble im Ofen (Mitte, Umluft 160°) etwa 25 Minuten goldbraun backen. Lauwarm mit einer Kugel Vanilleeis oder Fior di Latte servieren.

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Ein wunderbarer Nachtisch, der nicht nur schnell gemacht ist, sondern auch geschmacklich schwer Eindruck macht. Die Kugel Vanilleeis oder Fior di Latte ist optional, aber ich finde die Kombination maximal gelungen. Für mich muß der Crumble lauwarm serviert werden, aber erkaltet lässt er sich auch noch hervorragend aus der Form löffeln.

♥ Dani

PS: Kennste eigentlich schon den wirklich bezaubernden Food-Film vom Blog SamtundSahne und Marylicious? Schau’ mal hier oder hier.

Fotos_Herr K.

Wie man phänomenale Nektarinen-Marmelade selber macht? Steffi zeigt es Euch!

Und ich darf sie danach verputzen. Göttlich.

Wie es dazu kam

Vor ein paar Tagen habe ich von Steffi ein Glas selbstgemachte! Nektarinen-Marmelade geschenkt bekommen.
Was ein Glück, ich liebe Marmelade.
Vorallendingen zum Frühstück, denn das MUSS bei mir süß sein.
Nach dem Probieren war klar: “Steffi, her mit dem Rezept!”

Nicht nur, daß sie das Mitbringsel hinreißend dekoriert hat,

nein, sie hat sogar angeboten sich extra nochmal für den Klitzeklein-Blog in die Küche zu stellen und uns den Herstellungsprozess zu zeigen. Granate!
Was für ein Einsatz.

Na, ordentlich neugierig? Jetzt gehe ich ein wenig an meiner Marmelade naschen und überlasse Steffi das Wort.
Los geht’s!

Uiuiui, was für eine Ehre. Ich darf auf dem bezaubernden Blog von Frau Klitzeklein einen Guest Post schreiben!
Ich bin Steffi von Scrapwerk – auf meinem Blog findet ihr eine bunte Mischung von Dingen die mich begeistern.
Was begeistert mich?

Heute im Speziellen: Marmelade!
Marmelade kochen ist kinderleicht und selbstgemachte Marmelade schmeckt sooo viel besser als ihr gekauftes Pendant.
Neben dem eigenen Verzehr (oder in meinem Fall dem Verzehr durch meinen Mann – der ist nämlich ganz großer Liebhaber meiner Marmelade) eignet sie sich auch vorzüglich als kleine Kleinigkeit, als Geschenk, Mitbringsel, Dankeschön.
Ich glaube seitdem ich Marmelade koche, werden wir häufiger zum Essen eingeladen… es hat also auch noch andere Vorteile!

Mein momentanes Saisonhighlight ist die Nektarinen-Marmelade, ohne viel Schnickschnack.
Wollt ihr es vielleicht selbst mal ausprobieren?

Einkaufsliste
gut 2 kg Nektarinen
1 Packung (2 Beutel) Gelfix Super 3:1
Zucker
2 Päckchen Zitronensäure
Gläser mit Schraubverschluss

Als erstes müsst ihr natürlich Nektarinen kaufen.
Hier ganz wichtig: Kauft gute Früchte! Schön süß müssen sie sein. Je besser das verwendete Obst schmeckt, desto besser wird die Marmelade.

Außerdem benötigt ihr ein Geliermittel, ich benutze “Gelfix Super” 3:1 Gelierpulver von Dr. Oetker oder ein entsprechendes Pendant anderer Marken – das funktioniert alles gleich gut.
Das Schöne an diesen kleinen Beutelchen im Vergleich zur mit Zucker vorgemischten Version in Paketen ist, dass man ganz individuell bestimmen kann, wie viel Zucker man hinzugeben will.
Ich gebe immer deutlich weniger Zucker zu meiner Marmelade als vorgegeben – denn ich mag meine Marmelade lieber fruchtig und nicht zu süß.
An dieser Stelle vielleicht noch eine kleine Anmerkung.
Um genau zu sein mache ich wohl eher Fruchtaufstrich – Definitionsgemäß haben Konfitüren oder Marmeladen eigentlich mehr Zucker.

Fangt damit an, eure Nektarinen abzuwaschen und grob zu würfeln.

Das Ganze kommt in einen großen Topf und wird mit einem Pürierstab bearbeitet.
Wer lieber Stückchen in seiner Marmelade hat, kann auch nur die Hälfte pürieren und die andere Hälfte in kleine Würfel schneiden. Ich habe mich für die “faule” Methode entschieden.

Zu dem Fruchtpüree gebt ihr nun das Geliermittel, die Zitronensäure und den Zucker. Laut Packungsbeschreibung sollen auf 1000 g Früchte 350 g Zucker gegeben werden.
Ich gebe 200-250 g Zucker auf 1000 g Früchte – je nachdem wie süß die Früchte sind.
Das Ganze wird gut gemischt und dann unter rühren aufgekocht.
Sobald es blubbert könnt ihr die Temperatur ein kleines bisschen runter stellen, sie sollte aber weiterhin blubbern. So muss die Marmelade ein paar Minuten vor sich hin köcheln.

Währenddessen solltet ihr die Gläser und Schraubverschlüsse mit kochendem Wasser ausspülen.
Ich habe mir vor langer Zeit mal Topflappen aus Silikon gekauft. Mit diesen kann man die Gläser gut anfassen und das heiße Wasser ausschütten ohne sich zu verbrennen.
Deckel nicht vergessen!
Die Gläser, die ich verwende sind übrigens recycelt (z.B. von Pesto).
Diese werden dann gespült und aufgehoben bis ich das nächste Mal Marmelade mache.
Darauf achten, dass der Deckel luftdicht schließt.
Ihr könnt aber natürlich auch hübsche Einmachgläser kaufen!

In der Zwischenzeit müsste die Marmelade fertig sein.
Macht eine Gelierprobe.
Für alle, die das noch nicht gemacht haben und genauso verwirrt von dem Ausdruck sind wie ich es das erste Mal war: Dazu nehmt ihr einen kleinen Löffel und setzt einen kleinen Klecks Marmelade auf ein Schüsselchen oder einen kleinen Teller. Wartet eine halbe bis 1 Minute.
Wenn die Marmelade fest wird, am besten so fest, dass sie beim hin und her schwenken des Tellers nicht mehr oder nur ganz wenig verläuft, ist eure Marmelade fertig.
Manchmal schäumt die Marmelade stark – in dem Fall solltet ihr den Schaum vor abschöpfen.
Nun könnt ihr eure Marmelade vorsichtig in die vorbereiteten Gläser abfüllen.

Setzt den Schraubverschluss drauf und dreht die Gläser fest zu.
An dieser Stelle wasche ich sie immer nochmal unter kaltem Wasser ab – so kriegt ihr kleine Klekse die daneben gegangen sind ratzfatz ab.
Dann stellt sie für 15-30 Minuten auf den Kopf. Wenn sie ein bisschen kühler geworden ist könnt ihr sie wieder umdrehen und ganz abkühlen lassen.

Zum Schluss müsst ihr noch ausprobieren, ob eure Gläser auch Vakuum-verschlossen sind. Wenn ihr bei der abgekühlten Marmelade oben auf den Deckel drückt, sollte dieser nicht mehr nachgeben und kein “Knack!” Geräusch mehr machen.
In dem Fall könnt ihr die Marmelade nun bis zu einem Jahr lagern und auch im Winter eure Nektarienmarmelade genießen.
Gibt euer Deckel aber nach, ist das Glas leider nicht luftdicht.
In dem Fall bleibt euch nichts anderes übrig als sie schnell aufzuessen.

Und schon ist eure Marmelade fertig.
Das war doch wirklich leicht, oder?
Nun könnt ihr euer Glas noch ein bisschen aufhübschen, verschenken oder doch lieber gleich selbst geniessen.
Guten Appetit!

Ich wieder
Wahnsinn oder?
Ich hätte nie gedacht, daß man Marmelade oder Fruchtaufstrich so einfach selber herstellen kann.
Besonders lecker schmeckt die Marmelade mit leicht gesüßtem Sahnequark und ein paar frischen Scheiben
von einer saftigen Nektarine. Zum reinlegen.

Ich geniesse das lecker Marmelädchen momentan jeden Tag
und denke dabei an die liebe Steffi.
Schaut doch mal auf Ihrem Blog Scrapwerk vorbei, da findet Ihr noch eine Menge anderer toller Ideen zum nachmachen
und staunen.

Fröhliches schnabulieren!

Fotos_Herr Klitzeklein & Scrapwerk
Idee und Umsetzung Animation_Herr Klitzeklein

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