Duhu Jan Weiler, wie wär’s? Ich koch’ dir auch Lasagne, Tag & Nacht!

Oder: Ein Leibgericht.

Es gibt Rezepte, die probierst du aus, weil sie dich auf dem schicken Foto im Kochbuch maximal angelacht haben. Vielleicht sogar zweimal, weil beim ersten Mal die beste Freundin angerufen hat und du vor lauter wichtiger Neuigkeiten vergessen hast, die Herdplatte auszuschalten. Das Gericht schmeckt dann auch, sieht sehr nett aus und du bist froh und stolz, daß du etwas Neues ausprobiert hast.

Dann gibt es Rezepte, die sehen nicht so schön aus. Du kochst sie aber IMMER, IMMER und IMMER wieder, weil sie dein Herzchen glücklich machen, wenn du dir davon einen großen Löffel in den Mund steckst.

Sie lassen dich von einer gedeckten Tafel unterm Olivenbaum träumen. Vom lauen Sommerabend mit Grillenzirpen. Von glühenden Bäckchen, wegen des köstlichen Weins und den lustigen Gesprächen mit der italienischen Nonna. Ja genau, die mit dem sonnengegerbten Gesicht und dem strahlenden Lächeln, während sie dir eine weitere Portion ihrer hausgemachten Lasagne mit der größten Kelle auf den Teller transportiert. Dazu spielt der Nonno ein kleines Liedchen auf seiner Mandoline und der Hund der Familie liegt zu deinen Füssen. Hach!

Kennste eigentlich “Maria, ihm schmeckt’s nicht!”? Bestimmt. Da geht es doch auch um Italien, Essen und eine wahnsinnig sympathische Familie. Das liest das Frollein K. zum Beispiel vor dem Zubettgehen. Jetzt schon zum dritten Mal. Auch “Antonio im Wunderland” wurde verschlungen. Ebenfalls zwei Mal.

Will sagen: “Ich brauche Nachschub Herr Weiler! Meinste, das kriegste hin?” Ich koch’ dir auch Lasagne, Tag und Nacht und rund um die Uhr, wennste magst. Musst mich nur wecken und zack steh’ ich in der Küche. Dazu brauche ich auch kein Rezept, nur ein paar gute Zutaten, viel Liebe beim Umrühren und ein großes Messer für den Sellerie.

Dieses Rezept wurde schon mehr als des Öfteren im Hause K. serviert. Es wurde JEDES Mal, bis auf den letzten Bissen verputzt, hochgelobt und erneut verlangt.

Lasagna al tipo di piccola (auf die kleine Art) *ich hoffe, der Googleübersetzer war lieb zu mir

Fleischfüllung
Oel und Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Karotte schälen und ich feine Stücke hacken. Den Sellerie waschen, schälen und in dünne Ringe schneiden.

Zwiebel, Karotte und Sellerie in die Pfanne geben und bei niediger Temperatur weich dünsten. Die Temperatur höher stellen. Die Würfel aus Nusschinken (kann man fertig kaufen) und das Hackfleisch zu dem Gemüse geben und unter ständigem Rühren anbraten.

Die Petersilie waschen, vom Stiel befreien und fein hacken. Tomatenmark, Wein und Petersilie hinzufügen. Das Ragout nach eigenem Gusto salzen und pfeffern und bei niediger Temperatur etwa 40 Minuten köcheln lassen.

Béchamelsauce
Die Butter in einem kleinen Topf bei niediger Temperatur zerlassen. Das Mehl hinzufügen und gut – vorzugsweise mit einem Schneebesen – mit der Butter verrühren. Die Milch einrühren und die Sauce aufkochen lassen, bis sie eindickt. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise frisch geriebener Muskatnuss würzen.
Ist das Ragout noch nicht bereit, decke ich die Béchamelsauce mit einem Stück Frischhaltefolie (direkt auf die Oberfläche legen) ab, damit dich keine Haut bildet.

Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
In der Lasagneform (etwa 26 cm x 18 cm) einen Schöpflöffel Béchamelsauce und 4 EL Ragout auf dem Boden verteilen. Drei Lasagneplatten darüber legen.
Auf diese Weise abwechselnd die Schichten aus Béchamelsauce, Ragout und Lasagneplatten bilden und mit einer Lage Béchamelsauce abschließen. Den Parmesan reiben, auf der Lasagne verteilen und diese im Ofen etwa 30 Minuten (bis der Parmesan goldbraun ist) backen.

Tutto Amore & buona fame,
♥ Dani

PS: Und was kochst du im Schlaf und immer wieder?

Fotos_Signor Piccolo
Am Löffel_Signora Piccola