Amsterdam

Viel sehen, viel erleben und ein klitzekleines bisschen verlieben.

Ist es tatsächlich möglich eine ganze Stadt in nur drei Tagen zu erkunden?
Nein, wahrscheinlich nicht! ABER wir haben unser Bestes gegeben, soviel mitzunehmen, wie nur irgendwie geht.
Amsterdam hat so vieles mehr zu bieten, als Coffeeshops und das Rotlichtviertel.
Der Artikel sollte ursprünglich nur 15 Fotos beinhalten, geworden sind es 25.
Ich hoffe, der klitzekleine Reisebericht kann das Amsterdamgefühl ein wenig vermitteln und Amsterdam dein Herz auf dem Fahrrad erobern.

Auf geht’s!

Du denkst, du bist ein schlauer Fuchs und fährst mit dem Auto nach Amsterdam, direkt vor das Hotel.

Da wird es schon ein Parkhaus geben.
Weit gefehlt. Nach 2 1/2 Stunden Fahrt und einer vollen Blase bekommst du einen Wegweiser zu einem Parkplatz ausserhalb in die Hand gedrückt. Der Hotelboy erläutert nochmal die wichtigsten Punkte.
Jetzt schnell (15 Min.) zum Parkplatz düsen, den Wagen parken, dem Parkplatzwächter mitteilen, daß man drei Tage bleiben mag – somit die Preisvergünstigung mitnehmen – und in die Bahn springen.
Ratz fatz einchecken und im Hotelzimmer die Toilette stürmen.
Danach aufs Bett schmeissen und
“Ahhhh, endlich Urlaub!” seufzen.

Fünf Minuten später ruft die Neugier.
Ab auf die Strasse und das schwarze Büchlein gezückt.
In dem stehen alle wichtigen und unwichtigen Geheimtipps.

Einer befindet sich keine 200 Meter neben dem Hotel.
Melly’s Cookie Bar .

Nach einer Alfajores de Maizena und einem wirklich gutem Cappuccino fühlst du dich gleich angekommen.

Die Grachten, die wunderschöne Architektur und das Wetter verzaubern dich noch mehr.


Am liebsten möchte man ein Bötchen kapern und auf dem Wasser entlangschippern.

Wenn man sich dann doch nicht traut, dann kauft man sich einfach einen
Canal Bus Hop on Hop off Day Pass und kann mit diesem den ganzen Tag Amsterdam erkunden.
Das geht selbstverständlich auch mit dem Fiets, dem Hauptverkehrsmittel der Amsterdamer.
Hiermit werden im Wechsel Kinder, Handtaschen, Einkäufe und Möbel transportiert.

Sind die Autos noch so urig, werden sie doch meistens stehen gelassen.


Spätestens jetzt überlegt man ernsthaft, warum man nicht mit der Bahn in dieses Städtchen, das auf Holzpfählen steht, gefahren ist.
Doch schnell wirst du abgelenkt und zwar durch die unglaublich liebevoll eingerichteten Shops, die an jeder Ecke lauern.


“Hach, die Etageeeere!!!”

Selbst den kleinen UND grossen Kindern geht bei A space Oddity das Herz auf.

Wenn man ganz genau hinschaut, dann findet man sogar original verpackte Vintage Star Wars Figuren.
Falls gerade mal wieder der Papa vom Inhaber auf den Laden aufpasst, dann sollte man sich ruhig ein paar Minütchen oder auch gerne mal eine halbe Stunde Zeit nehmen. Hier lernt man Weisheiten für’s Leben!

Abends bevor man ins Bett geht, kehrt man noch bei Humphreys ein.
Das Mädel am Nachbartisch mit der extreeeeeem hellen, kreischigen Stimme wird nach dem ersten Glas Wein immer leiser.
Überhaupt hat man jetzt ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen, obwohl die Füsse qualmen.

Der nächste Morgen beginnt im Letting.
Hier ist es richtig schön gezellig.
“Gezellig” ist überhaupt das schönste Kompliment, daß du einem Niederländer machen kannst.
Und wo wir schon dabei sind – er auch nicht beleidigt, wenn du ihn Holländer nennst, obwohl das nur eine Provinz in den
Niederlanden ist.

Im Letting wird dann erst mal in sehr netter, heimeliger Atmosphäre gefrühstückt.

Dadurch, daß von den Gästen nur die Landessprache gesprochen wird, hat man das Gefühl, man gehört dazu.
Das Viertel um das Letting herum bleibt in besonders schöner Erinnerung. Den Donnerstag, an dem die Strasse voller Säcke steht, weil die Müllabfuhr kommt, blendet man völlig aus.

Ein kurzer Blick auf den Stadtplan.

Es warten das Rembrandthuis, das Rijksmuseum, das Anne Frank Haus oder das van Gogh Museum.
Überall sollte man so früh, wie möglich sein.

Der Regen macht dir nichts aus. Es gibt nur schlechte Kleidung, kein schlechtes Wetter.
Ausserdem kann man jetzt endlich mal die makkelijke Regenjacke tragen.

Die Tülpchen giessen sich heute mal von selber.

Nach soviel Kunst und Kultur brauchst du jetzt etwas, das deinen Insulinspiegel in die höhe treibt und du wieder Energie für den restlichen Tag bekommst.

Wie könnte das besser gehen, als mit phantastischer Schokolade von Pimm & Marcel van der Donk. Der Espresso ist auch mehr als gelungen und als du nachfragst, ob man die Espressotassen käuflich erwerben kann, bietet dir Marcel persönlich an Boot Koffie zu kontaktieren und dir ein paar Tässchen zuschicken zu lassen. Man fühlt sich hier wie im Paradies.

Der letzte Tag bricht an.
Ein bisschen wehmütig ist man schon, denn irgendwie mag man noch ein wenig bleiben.

Die letzten wichtigen Dinge werden noch eingekauft.
Und man spielt kurzfristig mit dem Gedanken sich hier so ein nettes Hausboot zu zulegen.

Die Stadt hat dich fasziniert. Die vielen Menschen aus aller Herren Länder, das offene gezellige Miteinander, die wunderschönen Häuser mit den kleinen Geschäften, die Grachten.

Dein Lieblingsbild ist dieses hier, weil es die Stadt irgendwie wiederspiegelt.

Eins ist auf jeden Fall klar!

Fotos_Herr und Frau Klitzeklein