‘Heidewitzka!’. Das – mit Verlaub – famoseste { Espresso-Schokoladen-Törtchen } dieses Planeten.

Das famoseste Schokoladentörtchen 6

Wenn ich groß bin…
Wenn ich verheiratet bin…
Wenn ich mal ein Haus habe…
Wenn ich Mutter bin…

Sätze, die ich gerne in Gedanken verwendet habe oder auch einfach um etwas vor mir herzuschieben. Sätze, deren Erfüllung in damals weiter Ferne lagen.

‘Wenn ich mal groß bin, dann kaufe ich mir auch so einen schicken Trainingsanzug aus Ballon-Seide in Türkis und Pink!’.

Das war ein ganz großer Traum von mir, als ich mit 8 Jahren auf Norderney luftkurte und dort alle Menschen, die mir dort begegneten, besagtes Kleidungsstück trugen. 24 Stunden am Tag. Ich besitze ihn bis heute nicht. *ZUM GLÜCK

Satz 2, 3 und 4 endeten sehr oft mit ‘…, dann koche ich jeden Tag!’. Pah. So, jetzt muss ich wohl. Eine wirkliche Schwäche von mir. Ich bewundere Frauen, wie Fräulein Ordnung, die schon am Wochenende den Essensplan für die nächste Woche geschrieben haben und deren Umsetzung ich auf Instagram verfolge. Wonderwoman!

Als Herr K. und ich vor einigen Tagen dazu kamen einen Film anzuschauen und die Hauptdarstellerin neben drei bezaubernden Kindern eine traumhafte Bäckerei leitete, den perfekten Garten pflegte, frisch frisiert joggte und mal eben eine granatenmäige Hauptspeise aus dem Ärmel zauberte, kam ich doch ein wenig ins Grübeln.

Es wird Zeit.

Der Moment in dem die Protagonistin dann auch noch den letzten Schliff an der verdammt gut aussehenden Schokoladentorte vollführte, die das Dessert darstellte, und ich immer mehr in der Couch versank, brachte dann wohl das Fass des schlechten Gewissens zum Überlaufen. Es muss sich etwas ändern. Ja, ich weiß, es ist nur ein Film, aber wenigstens ein Hauch davon wäre doch echt nett. *Außer vielleicht die Sache mit der Scheidung

Drei Stunden nach dem Abspann steht es vor mir. Ein vierlagiges, zartbitteres Schokoträumchen,

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Das famoseste Schokoladentörtchen 2

das dem Dessert aus dem Film doch fast ein wenig ähnlich sieht. So saftig, schokoladig und dunkel mit einem äußerst cremigen, leichten Frischkäsefrosting. Nach der ersten Gabel schmelze ich dahin und kann mein Glück kaum fassen.

Das famoseste Schokoladentörtchen 3

Ein Anfang, würde ich sagen.

Bittersüßes Espresso-Schokoladentörtchen mit dunklem Frischkäsefrosting

Für zwei Böden mit 18 cm Durchmesser

250 ml Espresso
250 g Butter
80 g Kakao ohne Zuckerzusatz
500 g Zucker
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
150 ml Sahne
1 EL Zitronensaft
290 g Mehl
1 TL Natron
1 1/2 TL Backpulver

Für das Frosting

250 g Frischkäse
50 g Kakaopulver ohne Zuckerzusatz
40 g Puderzucker
230 ml Sahne
1 Päckchen Sahnesteif

Zwei Springformen (18 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 170 °C Ober/Unterhitze vorheizen.

Espresso und Butter in einem Topf auf dem Herd bei niedrigster Stufe erwärmen. Kakao und Zucker hinzufügen und rühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Die Mischung zum Abkühlen auf Seite stellen.

Eier, Vanilleextrakt, Sahne und Zitronensaft in einer großen Schüssel verquirlen und die Kakaomischung hinzufügen. Mehl, Natron und Backpulver in die Schüssel sieben und alle Zutaten mit einem Schneebesen zu einem gleichmäßigen (sehr flüssigem) Teig verrühren.

Den Teig auf die zwei Springformen verteilen und etwa 50 Minuten im Ofen backen. Stäbchenprobe! Die Böden 10 Minuten in der Form stehen lassen und danach auf einem Rost vollständig abkühlen lassen.

Den Frischkäse mit dem Handrührgerät in einer Schüssel cremig rühren. Kakao und Puderzucker dazu sieben und kurz umrühren. Flüssige Sahne und Sahnesteif hinzufügen und rühren, bis sich eine streichfähige Masse ergibt.

Die Tortenböden waagerecht halbieren. Die erste Lage auf eine Tortenplatte legen und mit etwas (!) Frosting bestreichen. Mit den weiteren Böden genauso verfahren. Das Törtchen nun komplett mit dem Frosting einstreichen und mindestens zwei Stunden kühl stellen.

Tipps & Tricks:

- Mit der Unterseite eines Bodens abschließen und diesen verkehrt herum auf der Torte platzieren. So hast du einen glatten Abschluss und sparst dir mühsames korrigieren mit dem Frosting oder dem Messer.

- Das Frosting zwischen den einzelnen Tortenlagen nur sehr sparsam verwenden. Möchtest du das Törtchen etwas reichhaltiger gestalten, dann stelle einfach die doppelte Menge des Frostings her.

- Die Böden sind unglaublich saftig und eignen sich hervorragend für Motiv- bzw. Fondanttorten. Diese müsste man allerdings mit einer Ganache oder Buttercreme einstreichen, da ein Frischkäsefrosting nicht mit Fondant harmoniert. Wenn Du die Böden in Frischhaltefolie packst, dann halten sie mindestens zwei Tage im Kühschrank.

- Die Torte lässt sich wunderbar am Vortag zubereiten und lässt sich dann am besten im kühlen Keller bis zum nächsten Tag lagern.

Oder doch schon das Ende?

Schokolade fragt nicht, Schokolade versteht

Den Rest starte ich dann, wenn ich wieder in meine neue Hose passe.

♥ Dani

Fotos_Dieses Mal ich, dem Männe war es zu heiß.

Cappuccino Mousse

10 Punkte!

Das hier im Hause Klitzeklein gerne vorzüglicher Cappuccino und Espresso getrunken wird ist ja schon bekannt.
Natürlich wird auch kein Rezept ausgelassen -das Tiramisu von einer waschechten Italienerbraut steht jetzt gaaaaanz oben auf der Liste-, welches in irgendeiner Form damit versehen ist.

Normalerweise brauche ich für dieses Dessert ZWEI Anläufe, denn irgendetwas geht beim ersten Versuch immer schief. Das führt sogar dazu, daß ich immer die doppelte Menge einkaufe.
Entweder der Espresso ist noch zu heiss oder die Sahne zu steif geschlagen oder…
Der wahre Grund ist aber, daß mich Herr Klitzeklein jedes Mal während der Zubereitung ablenkt und das Cappuccinomousse deswegen misslingt.
DIESES Mal habe ich ihn der Küche verwiesen und siehe da!

Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall.
Ich habe schon Freundinnen erlebt, die das Mousse mit großen Löffeln aus der Schüssel schnabuliert haben und dabei stöhnende Geräusche von sich gaben.
So schlecht kann es also nicht gewesen sein.

Das Rezept

Zutaten

7 Blatt Gelatine
200ml heisser Espresso
175g Zucker
250g Mascarpone
500g Schlagsahne
Kakao, Amaretti und geröstete Haselnüsse zum dekorieren.

Gelatine nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen.
Den etwas abgekühlten Espresso in eine Rührschüssel geben.
Zucker und die ausgedrückte Gelatine zufügen und darin auflösen.
Mascarpone unter die noch heisse Masse rühren.
Kalt stellen, bis die Masse zu gelieren beginnt.

Sahne steif schlagen. Zuerst einige Esslöffel unter die Mascarponemasse schlagen, danach
den Rest vorsichtig unterheben.

Dieses Mal habe ich versucht Nockerln zu formen. Ich muss noch üben.
Ansonsten sieht das Mousse auch sehr nett in Espressotassen aus.

Noch was
Du hast es vielleicht schon bemerkt, Klitzeklein kann man seit gestern auch auf Facebook verfolgen.
Damit man noch schneller weiss, was hier passiert. Klitzeklein ist ja ein Lust und Laune Blog und hat keine wirkliche Regelmässigkeit. Dort werden auch zwischendurch Dinge gepostet, die uns/mich begeistern.
Wie das geht? Einfach rechts unten, wo jetzt all die hübschen Mädels (“Hej, wo sind eigentlich die Jungs?!”) erscheinen auf “Gefällt mir” klicken.
Ausserdem würden wir uns auch rieeeesig freuen, wenn Du etwas vom Klitzekleinblog gebacken, gebastelt oder auch gekocht hast und uns dort das Foto zeigst.

Apropos Fotos! Wie immer von Herr Klitzeklein

Cappuccino

zu Hause geniessen.

Der Weg zum perfekten Cappuccino beginnt definitiv mit einer guten Siebträgermaschine. Diese hat den Vorteil das man alles manuell steuern kann.
Der Mahlgrad, die Füllmenge des Siebträgers, der Anpressdruck beim verdichten des Kaffeemehls und die Extraktionszeit spielen alle eine entscheidende Rolle beim Zubereiten des perfekten Cappuccinos.

Ein weiteres Muss ist eine eigene Kaffeemühle, in der die Espressobohnen kurz vorher frisch gemahlen werden. Somit hat man das volle Aroma der Espressobohne.

Die Bohne.
Bei der Auswahl der Espressobohne sollte man es tunlichst vermeiden auf eine der großen Röstereien zurückzugreifen. Diese Bohnen werden oft bei zu hohen Temperaturen und zu kurzen Verweilzeiten geröstet. Das vernichtet leider oft das feine Aroma der Bohne.

In fast jeder Region gibt es allerdings kleine, aber feine Kaffee-Röstereien, die qualitativ sehr guten Espresso anbieten.

Caffee-Rösterei Maassen
Caffé Fausto
Espresso Perfetto

Familie klitzeklein bevorzugt den India Monsooned Malabar von Caffé Fausto.

Ablauf
Einschalten der Maschine.
Hierbei ist darauf zu achten, dass die Maschine komplett durchgeheizt ist bzw. alle Bauteile die Betriebstemperatur erreicht haben. Die Cappuccino-Tassen müssen ebenfalls vorgewärmt sein. Dadurch erleidet der Espresso keinen Temperaturschock, denn das würde ihn sauer schmecken lassen.

Jetzt werden die Bohnen gemahlen.

Das Espressomehl darf weder zu grob noch zu fein sein, denn dieses ist verantwortlich für die gewünschte Crema des Espressos.

Das Espressomehl wird nun mit Feingefühl in den Siebträger gepresst.
Das Ziel ist es, das Kaffeemehl so zu verdichten das in 25 Sekunden 25ml Wasser durch den Siebträger laufen.



Den Bezug starten.


Ohne Milch kein Cappuccino.

Die Milch sollte einen hohen Fettgehalt (ideal wären 3,8%) haben, damit der Milchschaum schön cremig wird. Das Aufschäumen der Milch besteht aus zwei Phasen.

Das Ziehen.
Hierbei wird der Milchschaum produziert.

Das Rollen.
Hierbei wird der Milchschaum mit der heißen Milch vermischt, so daß der Milchschaum eine sahnige Konsistenz erhält.

Die Milch darf dabei die 60°C keinesfalls übersteigen, ansonsten gerinnt das Eiweiß.

Achtung! Keinen Bauschaum produzieren.
Dies sind die badeschaumartigen Gebilde, die sich leider zu oft auf Cappuccinos befinden.

Nun die Milch unter die Crema bringen.
Hast Du einen guten Barista erwischt (oder Du bist selber einer), malt er Dir mit Leichtigkeit
ein Latte-Art-Motiv auf Deinen Cappuccino.



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Barista und Fachwissen: mM
Fotos: Diesmal ich